Feministische Theorie : Einführung in die feministische Literaturwissenschaft

Einführung in die feministische Literaturwissenschaft

EUR 16,80


Ein guter und gut lesbarer Einstieg - Dieses Buch bietet keineswegs eine Einführung in feministische Textlektüren, wie man vielleicht vermuten könnte, sondern bietet genau das, was der Titel verspricht: eine Einführung in die feministische Literaturwissenschaft, will sagen: in die Geschichte und in die Strömungen einer bestimmten literaturwissenschaftlichen Richtung. Dieses Unternehmen halte ich allerdings für sehr geglückt, noch dazu für sehr lesbar geglückt. Osinski beginnt dabei, ganz einer Einführung gemäß, in einer knappen Skizze mit jenen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen, die feministische Literaturwissenschaft überhaupt erst ermöglichten, insbesondere der sog. Zweiten Frauenbewegung. Sie beschreibt im weiteren dann die Entstehung der ersten Women s Studies-Forschungsbereiche bis hin zu den Gender Studies der neunziger Jahre. Von den Ansätzen ausgehend, die sich mit Bild und Rolle der Frau in der Gesellschaft allgemein beschäftigen, beschreibt sie stets deren Auswirkungen auf die feministisch orientierte Literaturwissenschaft, im zweiten, kürzeren Teil des Buches versucht sie dann, die zuvor in ihrer zeitlichen Abfolge beschriebenen Entwicklungen zu systematisieren. Sachgemäß stehen theoretische Diskussionen, die im Ausland, vor allem in den USA und in Frankreich begannen, zunächst im Vordergrund von Osinskis Darstellung, allerdings beschreibt sie ausführlich die Rezeption und Modifikation von theoretischen Konzepten in Deutschland - ein Umstand, der das Buch für Studierende der Germanistik besonders brauchbar macht. Der Autorin gelingt es zudem, die Darstellung zu einer reinen Aneinanderreihung von Namen und Positionen werden zu lassen, einigermaßen flüssig beschreibt Osinski, wie sich eine Position aus einer anderen oder in Opposition zu ihr entwickelt. Daß es dabei des öfteren zu Wiederholungen kommt (gerade auch im zweiten Teil, dem Versuch einer Systematik), mag man als Schönheitsfehler empfinden. Gerade dies ist es jedoch auch, was das Buch zu einer recht unanstrengenden Lektüre macht. Dadurch daß bereits Beschriebenes wiederaufgenommen und mit neuen Positionen kontrastiert wird, fällt es sehr leicht, die Entwicklungsstränge im Auge zu behalten und auch dauerhaft zu erinnern. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)




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